01.06.22

Home not Shelter! Ideenwettbewerb für Projekte, Initiativen und Studien

Gemeinsam mit der Hans Sauer Stiftung und dem Büro DGJ Architektur sucht die IBA’27 Projekte, Studien und Initiativen, die in Hilfsangeboten für Geflüchtete münden. Mit im Home not Shelter Team sind auch die Technische Universität Berlin, die University of Applied Science Frankfurt und die Universität Stuttgart.

Die Initiative Home not Shelter! entwickelt innovative Wohn- und Sozialraumkonzepte zur erfolgreichen Integration geflüchteter Menschen in die Gesellschaft. Die Grundidee von Home not Shelter! ist es, auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und mit unterschiedlichen Methoden Orte und Räume zu schaffen, die langfristige Perspektiven des Wohnens, Arbeitens und Zusammenlebens für die Menschen, ganze Nachbarschaften und Quartiere eröffnen. Anstatt Geflüchtete in sogenannte »Sonderunterkünfte« zu isolieren, will Home not Shelter! gemeinsam mit den Betroffenen Zukunftsperspektiven und Integrationspfade gestalten. In projektspezifischen Zusammenschlüssen aus Hochschulen, Universitäten, Studierenden, gemeinnützigen Organisationen, Initiativen, engagierten Unternehmen, sozialen Trägern und Kommunen werden solche neuartigen Lösungen entwickelt und umgesetzt. Das Home Not Shelter Team möchte angesichts der akuten Not Geflüchteter infolge des Kriegs in der Ukraine aktiv werden und sucht dafür weitere Unterstützende und Verbündete.

Die zentralen Ziele von Home not Shelter! sind:

  • schnelle Integration von geflüchteten Menschen in die Gesellschaft in sozialer, räumlicher und wirtschaftlicher Hinsicht;
  • die selbstbestimmte Entwicklung, Planung und der Bau experimenteller Wohnformen gemeinsam mit geflüchteten Menschen;
  • die Entwicklung neuer Formen der Ko-Produktion von Wohnraum begleitend zur partizipativen Projektentwicklung, zur Planung und zum Bau;
  • die ko-kreative Entwicklung und Gestaltung lokaler Interaktionsräume, die in der Alltags- und Lebenswelt von Quartieren Gelegenheiten des Ankommens und interkulturellen Miteinanders schaffen.

Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe kann am besten durch den aktiven Einbezug aller Betroffenen – insbesondere der Geflüchteten selbst – gelingen. Alle Home not Shelter!-Projekte wurden und werden in einer Zusammenarbeit zwischen den geflüchteten Menschen, lokalen Partner und interessierten und engagierten Nachbarn umgesetzt. Durch diese Zusammenarbeit wird die Integration befördert, es entstehen Ideen, gemeinsame Erfolgserlebnisse, Partnerschaften und Freundschaften – kurz: längerfristige, soziale Bindungen, Handlungsgemeinschaften als Ausgangspunkt und Basis einer aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Menschen können ihren Integrationsprozess nach ihren Interessen, Fähigkeiten und Zukunftsvorstellungen selbst ausrichten.

In einem offenen, interdisziplinären Format sollen freie Projekte und Initiativen, aber auch durch Semester- und Seminararbeiten, Lösungsansätze, Ideen und Konzepte gesammelt werden. Diese
können sowohl konkrete Entwurfsansätze als auch theoretische oder empirische Studien z. B. aus den Sozialwissenschaften sein, die neue Ansätze für eine bessere Integration der geflüchteten Menschen aufzeigen. Besonders im Fokus stehen dabei interdisziplinäre Ansätze, die soziale, sozialräumliche und architektonische Ansätze verbinden.

Gefördert werden Vorschläge oder Projekte aus Zivilgesellschaft, von Gemeinden, NGOs, Universitäten / Hochschulen / Studierenden, Unternehmen und Einzelpersonen und anderen im Bereich tätigen Institutionen, die sich mit der Unterstützung und besseren Integration der geflüchteten Menschen beschäftigen.

Abgabetermin: 17.06.22 (digital)

Preisgeld: Die ausgewählten Projekte werden mit einer Summe von jeweils bis zu 1.000 Euro (brutto)
gefördert. Insgesamt steht eine Fördersumme von 3.000 Euro zur Verfügung, die auch auf die verschiedenen Projekte umverteilt werden kann.

Zu den vollständigen Ausschreibungsunterlagen (also in English and Ukrainian)

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