Forschung & Technologie

Fachforum Forschung und Technologie

Die Arbeitsgruppen des Fachforums stellen den IBA’27-Projekten und Quartieren Expertise im Bereich »Forschung und Technologie« zur Verfügung. Sie untersuchen beispielsweise, wie ein produktive und klimaneutrale Stadt mit innovativen Baumaterialien realisiert werden kann.

Die AG beschäftigt sich mit nachhaltiger, urbaner Lebensmittelproduktion und Stadtbegrünung zur Verbesserung der Luft, des Stadtklimas und zur Erhaltung der Biodiversität.

Wie gelingt nachhaltige Lebensmittelproduktion in einer Stadtsiedlung? Wie können Bürger als zentrale Bestandteile des Systems eingebunden werden? Wie lassen sich kurze Transportwege schaffen und wie können vorhandenen Ressourcen für eine geschlossene Kreislaufwirtschaft genutzt werden?

Die Zielsetzung der AG beinhaltet die Mitwirkung bei IBAʼ27-Projekten, die Vernetzung der relevanten Akteure, auch mit anderen IBA’27 AGs.

Zu den aktiven Mitgliedern zählen Forschungseinrichtungen wie die Universität Hohenheim, die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) oder die Fraunhofer Gesellschaft, Start Ups z.B. Geco-Gardens, Vertreter aus öffentlichen Verwaltungen, sowie Kommunikationsexperten im Bereich Landwirtschaft und Ernährung.

Themen beinhalten alles, was die Lebensmittelproduktion der Zukunft betrifft. Die AG hat Expertise im Bereich nachhaltige Landwirtschaft, Vertical Farming, Fassadenbegrünung, Urban Gardening, Kreislaufwirtschaft, Aquaponik und mehr.

Bild: SL Rasch

Faserbasierte Werkstoffe gelten heute als der fünfte Baustoff und erschließen immer neue Anwendungen. Die AG beschäftigt sich mit der Frage, wie textiler Leichtbau in die gebaute Wirklichkeit gebracht werden kann.

Teilnehmende der AG Textiles Bauen kommen aus der Textilindustrie, der Anwenderindustrie und der textilen Forschung. In zwei ersten Treffen wurden die bedeutendsten Potenziale textiler Leichtbautechnik für innovatives Bauen identifiziert. Aufbauend darauf wurden Konzeptideen für fünf Themenfelder entwickelt:

  • Temporäres Bauen (wandelbare, adaptive Architektur, u.a. modulare, textile Leichtbaupavillons, Zelthäuser, EMobility-Hubs, u.a. durch Einsatz von Glas- und Kohlefaserverbundbauteilen oder Abstandstextilien)
  • Multifunktionale Fassade (adaptive Gebäudehüllen zur Funktionalisierung und Verringerung des Ressourcenverbrauchs; u.a. solare Verschattungssysteme, Grünfassadenelemente, Beton-Textil)
  • Textile Dachaufbauten (Leichtbautechnik für Tragwerksreserve-arme Bestandsgebäude)
  • Textile Brücken (nachhaltiger, ressourcenschonender und leichter als massive Lösung)
  • Adaptive Sekundärstrukturen (z.B. zur Umnutzung von Parkhäusern)

Wie kann die gebaute Umwelt klimaneutral transformiert werden? Wie bewältigen Städte die Herausforderungen durch den Klimawandel? Und wie gelingt die Energiewende in der Stadt?

Klimaneutrale Transformation

Was sind geeignete Bewertungskriterien auf dem Weg zur Klimaneutralität? Das Schweizer Modell der 2000-Watt-Gesellschaft versucht neben dem Gebäudebetrieb mittels einer personifizierten Energiebilanz den persönlichen Fußabdruck ganzheitlicher abzubilden. Folgende Themen werden adressiert:

Effizienz: Reduzierung des Energiebedarfs

Konsistenz: Nutzung erneuerbarer Energie

Suffizienz: die richtige Dimension bei verbesserter Lebensqualität

 

Klimaadaption

Städte leiden am »urban heat island effect« (lokale Wärmeinsel). Vor allem nachts sind sie wärmer als die Umgebung. Strassen und Gebäude speichern Wärme, hinzu kommen der Anstieg der Hitzeperioden und der Luftfeuchte. Stuttgart ist aufgrund der Kessellage besonders betroffen.

Klimaadaptionsmaßnahmen wirken dem entgegen: Verschattung, Kühlung durch Vegetation oder auch angepasste Materialeigenschaften (Reflexion von Oberflächen) leisten einen signifikanten Beitrag.

 

Energieproduktion und –systeme in der Stadt

Die Energiewende macht die Energiegewinnung in der Stadt erforderlich. Dies findet auf mehreren Maßstabsebenen statt. Die Fernwärmeversorgung mit möglichst geringem Primärenergiefaktor ist ein probates Mittel, CO2-Emissionen zu reduzieren. Gebäudeintegrierte Photovoltaik und Quartiersversorgung – ggf. kombiniert mit geothermischer – oder Abwärmenutzung – sind weitere Bausteine. Der Zuwachs an erneuerbarer Energie führt zu Lastschwankungen. Diese können durch »Netzdienlichkeit« des Gebäudesektors (Lastmanagement) ausgeglichen werden – zwischen lokaler (dezentraler) Energiegewinnung, zentraler Stromversorgung und dem Energiebedarf in Gebäuden werden Synergien erzielt.

share

Logo IBA27