15.04.21
PopUp #6

Stadt machen nach Corona

Andreas Hofer im Gespräch mit Fabienne Hoelzel

Die Pandemie beschränkt Mobilität und lenkt unser Augenmerk auf die unmittelbare Umgebung. Nichtstun und Schönreden bestraft sie mit exponentiellen Fallzahlen, Leid und explodierenden Folgekosten. »Provinziell ist nicht mehr jenes Denken, das nicht über die eigene Örtlichkeit hinausreicht, die Nachbarschaft oder die Gegend, in der man lebt. Provinziell ist jene Vorstellung, die nicht über die Gegenwart hinausreicht«, so Carolin Emcke Anfang Februar in der Süddeutschen Zeitung.

Wie machen wir weiter in unseren Städten und Dörfern? Lehrt uns die Katastrophe, achtsamer und kreativer mit der Ressource Raum umzugehen? Folgt den Erkenntnissen der Klimawissenschaft nun beherztes Handeln? Gar ein neues Zeitalter der Gemeinschaft und Solidarität? Oder kehren wir erschöpft zurück zu alten Rezepten? Im Zwiegespräch mit wechselnden Gästen spürt IBAʼ27-Intendant Andreas Hofer den Folgen der Corona-Katastrophe für das gemeinsame Stadt-machen nach.

Am Donnerstag, 15.04.21 ist Fabienne Hoelzel zu Gast. Die Schweizer Architektin und Städteplanerin ist Professorin für Entwerfen und Städtebau an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Als Gründerin und Leiterin des Büros »Fabulous Urban« mit Sitz in Zürich und Lagos/Nigeria beschäftigt sie sich besonders mit weniger entwickelten Regionen der Welt. Ihr Büro ist in eine Reihe von Slum-Aufwertungsprojekten involviert. Für Hoelzel haben die selbstorganisierten Strukturen westafrikanischer Städte einen gewissen Vorbildcharakter für die Weiterentwicklung der durchgeplanten europäischen Städte.

Termin

15.04.21 ab 18 Uhr per Livestream

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