16.03.26

FAQ: Mitmachen beim Ausstellungsjahr der IBA’27 vom 24.04. bis 30.10.2027

Liebe Partner:innen und Freund:innen der IBA’27,

vom 24. April bis 30. Oktober 2027 zeigen und diskutieren wir die Erfolge, Ergebnisse und Herausforderungen der Projektarbeit der Internationalen Bauausstellung in der StadtRegion Stutgart. Zugleich feiert die Werkbundsiedlung auf dem Stuttgarter Weissenhof ihren hundertsten Geburtstag.

Von 2017 bis 2027 wurde geplant, entworfen, diskutiert, verhandelt, verworfen, weitergedacht und gebaut. Ideen wurden zu Projekten, Projekte zu Orten, Orte zu Visionen für eine andere Zukunft des Zusammenlebens und ein neues Selbstverständnis der Region Stuttgart.

Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben befinden sich im Wandel. Städte und Gesellschaften stehen unter Druck, Gewissheiten lösen sich auf und einfache Antworten greifen zu kurz. Die IBA’27 versteht dies als Einladung, die Zukunft der Stadtregion gemeinsam zu verhandeln.

Vom 24. April bis 30. Oktober 2027 wird die Region Stuttgart zum offenen Ausstellungsraum. Gebäude, Baustellen, Quartiere und Ideen treten in Dialog mit der Öffentlichkeit. Nicht als fertige Bilder einer perfekten Stadt, sondern als sichtbarer Prozess – manchmal roh, manchmal überraschend, immer im Werden.

Wir laden Sie ein, Teil dieses gemeinsamen Moments zu sein. Öffnen Sie Ihre Projekte, teilen Sie Ihre Fragen, zeigen Sie Ihre Experimente. Machen Sie erfahrbar, wie Veränderung entsteht – durch Zusammenarbeit, durch Neugier und durch den Mut, Dinge anders zu denken.

Mit diesem FAQ möchten wir Ihnen Orientierung für die Planung Ihrer Ideen und Beiträge zum Ausstellungsjahr der IBA’27 geben.

Wie freuen uns auf Ihre Ideen und Beiträge!
Ihr IBA’27-Team

Das Ausstellungsjahr läuft vom 24. April bis 30. Oktober 2027.

In dieser Zeit öffnen Projekte, Quartiere, Baustellen und Ausstellungen ihre Türen für die Öffentlichkeit. Die Laufzeit von sieben Monaten ermöglicht sowohl punktuelle Veranstaltungen als auch kontinuierliche Angebote.

Zentraler Ausstellungsort ist der ehemalige Kaufhof in der Eberhardstraße in Stuttgart. Weitere Ausstellungsorte in Stuttgart und der Region werden von der IBA dauerhaft geöffnet: die Weissenhofsiedlung mit dem neuen Weissenhof.Forum und der Brenzkirche, Stuttgart-Rot und Wendlingen am Neckar mit jeweils zwei IBA’27-Projekten und der Campus Vaihingen der Universität Stuttgart.

 

Das Ausstellungsjahr ist dezentral angelegt und erstreckt sich über die gesamte Region Stuttgart sowie auf weitere Orte in der Umgebung. Ihre Beiträge können an bestehenden IBA-Orten, im Stadtraum, auf Baustellen oder in Räumen der beteiligten Partnerinnen und Partner stattfinden.

Thema: UM BAUEN! – Für ein neues Selbstverständnis der Region Stuttgart.

Das Ausstellungsjahr 2027 steht für Optimismus und Gestaltungswillen. Bauen wird als gesellschaftlicher Prozess verstanden und öffentlich verhandelt. Im Mittelpunkt stehen die IBA-Projekte und -Vorhaben. Alle Veranstaltungen fördern die IBA-Vision: Bauen als gemeinschaftlicher Prozess, der Mensch, Natur und Lebensgrundlagen stärkt.

Beteiligen können sich Projektpartner:innen der IBA’27 sowie Menschen und Organisationen aus der IBA’27-Community: Kooperationspartner:innen aus Kunst und Kultur, Bildung und Lehre, aus Verbänden und Kammern sowie aus der Bauwirtschaft, der Architektur, dem Ingenieurwesen und dem nachhaltigen Bauen.

Eingeladen sind außerdem Projektträger:innen, Investor:innen, Genossenschaften, Stiftungen, Förderer sowie Freund:innen der IBA’27. Auch Universitäten, Hochschulen, Studierende und zivilgesellschaftliche Akteur:innen sind ausdrücklich angesprochen. Maßgeblich ist der inhaltliche Bezug zur IBA’27 und die Bereitschaft, die jeweiligen Themen öffentlich zu vermitteln.

Das Ausstellungsjahr lebt von der Vielfalt der Formate. Möglich sind Führungen durch Gebäude, Ausstellungen, Interventionen im Stadtraum, performative Formate, Tage der offenen Tür, Diskussionen, Werkstätten, Führungen, Grundsteinlegungen oder Quartiersfeste. Entscheidend ist nicht die Form, sondern die Qualität des Beitrags, der Bezug zu den Themen der IBA’27 und die Verständlichkeit für ein breites Publikum. Je nach Format richten sich die Beiträge an Menschen aus der Region, die Fachöffentlichkeit oder ein internationales Publikum. Die Formate sollen den Dialog ermöglichen und die Auseinandersetzung mit Stadt und Region fördern.

 

Mögliche Formate:

  • Projektöffnungen und Baustellenformate
    Führungen, Open Houses/Tage der offenen Tür und temporäre Nutzungen.
  • Ausstellungen
    Sie zeigen die Entwicklung der Projekte.
  • Fachveranstaltungen
    Symposien, Konferenzen und Roundtables
  • Öffentliche Dialogformate
    Diskussionen, Spaziergänge und Talks vor Ort
  • Kulturelles Programm
    Installationen, Performances und künstlerische Interventionen – Kulturproduktion trifft Architektur.
  • Feste und Feten
    Bürgerfeste, Konzerte, etc.

Die Beiträge sollen einen klaren inhaltlichen Bezug zur IBA’27 haben und öffentlich zugänglich sein. Die thematischen Schwerpunkte des Ausstellungsjahres 2027 dienen als inhaltliche Orientierung.

FABRIK – Gewerbeflächen sind Zukunftsquartiere
Gewerbegebiete werden neu gelesen: nicht als monofunktionale Randzonen, sondern als Orte einer neuen Gründerzeit. Produktion, Arbeiten, Wohnen und Stadtleben wachsen zusammen. Flexible Gebäude, Umnutzung des Bestands, Entsiegelung und neue Typologien zeigen, wie aus dem Nebeneinander ein produktives Miteinander wird.

 

KÜCHE – Zusammenleben vielfältiger machen
Wohnen verändert sich. Neue Lebensentwürfe verlangen neue Räume. Die IBA’27 untersucht, wie Wohnungen, Siedlungen und Quartiere Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen geben können – von Wohnraummangel über Einsamkeit bis zu Klimaanpassung und Pflege. Zusammenleben bedeutet dabei auch Teilen: Ressourcen, Räume und Verantwortung.

 

COMMONS – Stadt gemeinsam rechnen
Stadtentwicklung wird zur Gemeinschaftsaufgabe. Neue Bauökonomien entstehen dort, wo Kommunen, Zivilgesellschaft, Genossenschaften, Unternehmen und Institutionen zusammenarbeiten. Was funktioniert? Was lässt sich übertragen? Wie kann Stadt auch unter Bedingungen von Schrumpfung resilient bleiben?

 

NATUR – Mit produktiven Landschaften leben
Die Region als zusammenhängende Stadtlandschaft. Natur ist nicht Kulisse, sondern Mitakteurin. Freiräume, Energie- und Stoffkreisläufe, Wasser und Landwirtschaft werden neu gedacht. Stadt und Land wachsen zusammen. Umbau tritt an die Stelle des Abrisses.

 

Epilog – Aufbruch in die Zukunft
Ein Blick in die Zukunft – visionäre Projekte, unrealisiert Gebliebenes und neue Perspektiven: Wie kann unsere Region Heimat werden für das Morgen?

 

Erste Ideen können bereits bis zur digitalen Infoveranstaltung am 26. März 2026 unverbindlich eingebracht werden. Nach der Infoveranstaltung erhalten Sie den Link zu einem Online-Formular, über das Sie Ihre ersten Veranstaltungsideen bis zum 15. Juli 2026 einreichen können. Eine grobe Skizze Ihrer Ideen genügt hierfür. Dies erleichtert uns die gezielte Planung. In den folgenden Monaten werden die Beiträge abgestimmt und in das Gesamtprogramm integriert. Spätestens bis zum 15. Oktober 2026 bitten wir Sie, Ihre Veranstaltung(en) verbindlich mit allen relevanten Details anzumelden. Im Online-Formular werden Kontaktdaten, eine kurze Beschreibung des geplanten Formats, Angaben zu Ort, Zeit und erwarteter Zielgruppe sowie Bildmaterial für die Kommunikation erfasst.

Das finale Programm wird vom Team der IBA’27 zusammengestellt. Unser Ziel ist es, ein stimmiges Gesamtbild zu entwickeln, das nicht zuletzt die Arbeit der vergangenen Jahre nachzeichnet. Nicht jede Einreichung wird automatisch Teil des Programms.

Wir verstehen uns als Partnerin und Mitentwicklerin von Ideen. Wir begleiten inhaltlich, vernetzen Akteurinnen und Akteure und sorgen für die kuratorische Klammer im Ausstellungsjahr. Darüber hinaus unterstützen wir die Sichtbarkeit der Beiträge durch gemeinsame Kommunikationsmaßnahmen und die Bereitstellung von Werbematerialien.

Inhaltliche Feinarbeit, Organisation und Durchführung liegen bei den beteiligten Partner:innen.

Die IBA’27 bewirbt das Ausstellungsjahr mit einer übergreifenden Kommunikationskampagne. Dazu gehören unter anderem Website, Print- und Onlineformate sowie Pressearbeit.

Für Rückfragen, Beratung und die inhaltliche Abstimmung steht das Team der IBA’27 GmbH zur Verfügung: festival@iba27.de

Ihre Ansprechpartner:innen

Elli Gregori :           elke.gregori@iba27.de / +49 0174 779 7806
Thea Leisinger:      thea.leisinger@iba27.de / +49 0173 431 2494
Markus Bauer:       markus.bauer@iba27.de / +49 174 100 7194

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