19.10.2018

IBA 2027 startet Projektsammlung

Die IBA 2027 wird konkret. Mit dem Aufruf zum Einreichen von Projektvorschlägen für das IBA-Netz startet die Internationale Bauausstellung 2027 die Sammlung visionärer Ideen für die Region Stuttgart. »Wir suchen Projekte mit dem Mut, drängende Zukunftsfragen phantasievoll anzugehen, die unter dem Dach der IBA 2027 internationale Strahlkraft entwickeln«, sagt Andreas Hofer, Intendant der Bauausstellung.

Das IBA-Netz ist die Plattform für verschiedene Projekte in der Region Stuttgart, die ambitionierte Antworten suchen auf die Frage: Wie leben, wohnen und arbeiten wir im 21. Jahrhundert? »Wir freuen uns auf eine große Bandbreite an Initiativen und Experimenten unterschiedlicher Dimension«, so Hofer. Dies können einzelne Bauwerke, innovative Infrastrukturmaßnahmen oder ganze Quartiere sein, aber auch nicht-bauliche Projekte wie zum Beispiel Forschungsvorhaben, experimentelle Veranstaltungsformate, neuartige Planungsprozesse, Beteiligungsverfahren, Ausstellungen oder Kongresse können Teil des IBA-Netzes werden. »Auch kleine Projekte und Schritte in die Zukunft, die nur Teilaspekte der Themenwelt der IBA 2027 abdecken, sind willkommen«, so der IBA-Intendant.

Grundvoraussetzungen für die Aufnahme eines Projekts ins IBA-Netz sind die Ausrichtung an ambitionierten Nachhaltigkeitszielen, erkennbare Zukunftsfähigkeit und der Mut, in einem gemeinsamen Prozess Experimente zu wagen und grundlegend neue Wege zu beschreiten. »Die IBA 2027 will Ungewohntes und Neues möglich und sichtbar machen«, betont Andreas Hofer. Dazu unterstützt die IBA 2027 die beteiligten Projekte auf unterschiedliche Weise: Sie vernetzt die Projekte untereinander, vermittelt Experten zum Lösen konkreter Probleme und sorgt für internationalen Austausch. Sie hilft beim Beschaffen von Ressourcen, liefert fachliche Anregungen und begleitet Partizipationsprozesse. Bauprojekte unterstützt sie beispielsweise bei der Ausschreibung von Wettbewerben oder beim Aushandeln möglicher Freiräume im Planungsrecht. Nicht zuletzt schafft die IBA 2027 Sichtbarkeit in der Region und weit darüber hinaus.

Thesen für ein Zukunftsbild

Als Wegmarken für Projektvorschläge hat die IBA 2027 in einem am Freitag bei einem Projekttag veröffentlichten Dossier Thesen für ein Zukunftsbild formuliert. Diese konkretisieren die in der Vorbereitung zur IBA entwickelte Themenwelt. Die Leitsätze zu Baukultur, Stadtregion, Wertschätzung, Technologien, Energie- und Stoffkreisläufen, Wohnen, Arbeiten, Nutzungsmischung, Mobilität und Teilhabe sind Ausgangspunkt für eine öffentliche Debatte über die Zukunft und beschreiben Qualitäten, an denen sich die Projekte orientieren. »Wir verstehen das IBA-Netz explizit nicht als Wettbewerb mit Preisen und harten Kriterien, sondern als eine breite Sammlung anspruchsvoller Ideen und ihren Potenzialen«, sagt Andreas Hofer. »Wir laden alle ein, die Lust haben, die Zukunft der Region vorwärtsgerichtet zu gestalten und wollen die IBA zu einer Angelegenheit aller Menschen in der Region Stuttgart machen.«

Verfahren

Projektideen einreichen können die unterschiedlichsten Akteure: Kommunen, Einrichtungen aus Forschung und Wissenschaft, Institutionen, Unternehmen, Privatinvestoren, zivilgesellschaftliche Akteure und Initiativen. Die Projektsammlung läuft während der gesamten Zeit der Bauausstellung bis ins Jahr 2027. Zum Einreichen von Projektideen hat die IBA 2027 einen Fragebogen erstellt, mit dem Interessierte ihr Vorhaben erläutern. Nach einer Sichtung der Vorschläge wird sich das Kuratorium Anfang 2019 mit den Projekten und ihren Qualitäten befassen und dem Aufsichtsrat die Aufnahme der ersten Projekte ins IBA-Netz empfehlen.

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