IBA’27 zu Gast in Berlin: Wanderausstellung in der Landesvertretung Baden-Württemberg
Noch bis zum 26. Oktober 2026 ist unsere Wanderausstellung in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin zu sehen. Sie gibt einen Vorgeschmack auf das Präsentationsjahr 2027.
Die Ausstellung ist 2026 in Baden-Württemberg, bundesweit und international unterwegs. Sie zeigt, woran die IBA’27 mit ihren Projekten arbeitet, und lädt dazu ein, die Ergebnisse vom 24. April bis 31. Oktober 2027 in Stadt und Region Stuttgart selbst zu erleben. Jetzt macht sie Station in der Hauptstadt.
Rückblick auf die Eröffnung
Am Dienstag, 13. Oktober, eröffnete Theresa Schopper, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, die Ausstellung. In seinem Grußwort erinnerte IBA’27-Intendant Andreas Hofer an die IBAs von 1957 und 1984/87. Sie fanden in unmittelbarer Nähe der Landesvertretung statt und haben gesellschaftliche Umbrüche vor allem über das Wohnen begleitet. Die IBA’27 in der Region Stuttgart geht weiter: Mit dem Ende des Industriezeitalters verschwimmen die Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten, zwischen Stadt und Land. Sie zeigt, wie Städte Wohnen, Arbeiten und Leben künftig wieder zusammendenken können.
Prof. Andreas Kipar griff diesen Gedanken auf. Am Beispiel der »Raggi Verdi« (Grüne Strahlen) Mailands zeigte er, wie eine Stadt über ihre Grenzen hinaus zur Landschaft und zur Region werden kann. Sein Bild vom Säen und Wachsen passt zur IBA’27: Sie versteht sich als »Gärtner-IBA«, die in der Region viele Samen gesät hat. Kipar ist überzeugt, dass damit ein Wandel angestoßen ist, der sich nicht mehr umkehren lässt.
Danach folgte ein Podiumsgespräch, moderiert von Lars-Christian Uhlig (BBSR). Ministerin Schopper, Prof. Elisabeth Endres (TU Braunschweig), Prof. Andreas Kipar und Andreas Hofer diskutierten über Sonderformate im Planen und Bauen. Außerdem ging es um die Frage, was eine Region leisten muss, um ihre Transformation erfolgreich anzustoßen. Einig war sich die Runde, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht allein mit Dämmstandards und technischer Aufrüstung zusammenbringen lassen.
Der Abend war ein schönes Beispiel für eine Planungskultur, die Freude macht. Sie ignoriert große Probleme nicht, versteckt sich aber auch nicht ängstlich und griesgrämig hinter Formalismen.
Wer die Ausstellung selbst sehen möchte, hat dazu noch bis zum 26. Oktober 2026 in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin Gelegenheit.







