Die Brenzkirche feiert Richtfest
Das Giebeldach ist verschwunden, die Brenzkirche hat wieder ein Flachdach. Beim Richtfest Ende Oktober auf dem Stuttgarter Killesberg ließ sich bereits gut ablesen, wie sehr der Umbau die Kirche verändert. Direkt gegenüber dem künftigen Weissenhof.Forum gewinnt ein Bau aus der Zeit der Moderne seine markante Silhouette zurück.
Für einen Architekten gebe es kaum etwas Schöneres, als wenn man mit Architektur Freude machen kann, sagte Andreas Hofer, Intendant der IBA’27, in seinem Grußwort. Genau darin sieht er die Chance des Umbaus: Die Brenzkirche öffnet sich für Menschen, Begegnungen und Gemeinschaft.
Schon 1933 entwarf der Architekt Alfred Daiber die Brenzkirche als offenes Haus für die Gemeinde. Wenige Jahre später wurde der Bau auf Druck der Nationalsozialisten umgestaltet. Aus Flachdächern wurden Giebeldächer, der filigrane Glockenturm wurde zum klassischen Kirchturm. Der Entwurf von Wandel Lorch Götze Wach holt die Rundung zur Straße und die Fensterbänder zurück. Zugleich bleiben spätere Eingriffe an Materialwechseln und Abdrücken erkennbar.
Wie sich die Kirche zur Nachbarschaft öffnet, zeigt sich etwa künftig am Dora-Veit-Saal. Von dort geht es ebenerdig auf einen Platz unter Bäumen und in einen geschützten Hof. So bekommt der Killesberg einen Ort für Gottesdienste, Veranstaltungen und Begegnungen im Viertel. Die Einweihung ist für das Frühjahr 2027 geplant.




Ursula Hoffmann / IBA’27-Team
