Podiumsdiskussion

Die Podiumsdiskussion des Plenum #5 hatte den Titel: »Vom Abzäunen, Aufmachen und Erlauben. Wie gelingt eine neue Planungskultur des Öffentlichen?« Auf Friedas Pier diskutierten dazu die Professorin Ute Meyer (Hochschule Biberach), Bettina Pau (KulturRegion Stuttgart), Nina Riewe und Grazyna Adamczyk-Arns (Projektleiterinnen der IBA’27) und Andreas Hofer (IBA’27-Intendant) mit Moderator Christian Milankovic (Stuttgarter Zeitung) über Chancen und Möglichkeiten im Umgang mit dem Neckar.

Ute Meyer erläuterte am Beispiel des Tempelhofers Felds in Berlin wie ein Wandel aussehen könnte: als dynamisches Wechselspiel von gezielten Planungsideen und aktivem partizipativem Handeln der Zivilgesellschaft. »In den Köpfen der Menschen muss ein neues Bild des Neckars entstehen.« Sie betonte das differenzierte Bild, das der Fluss mit seinen Nebenarmen schon heute in der Region hat.

Der Neckar biete die große Chance, verschiedene Nutzungen zu überlagern. Die Produktionsstätten entlang des Neckars könnten durchlässig gestaltet sein – etwa anstatt des Daimler-Parkhauses direkt am Wasser beispielsweise eher eine Kantine – so könnte laut Hofer der Wandel gelingen. Nicht als Verdrängungsprozess der Industrie, sondern verwoben mit dem Naturraum gewinne der Neckar an Attraktivität. Vorhandene Bauwerke wie Schleusen könnten etwa für Aktionen genutzt werden. Kulturinterventionen seien Instrumente, den Neckar immer wieder ins Bewusstsein zu rufen. Die IBA’27 spiele hier eine zentrale Rolle, sie schaffe Raum für Partizipation und Möglichkeiten.

Andreas Hofer wünscht sich einen dialogischen Prozess mit starken Bildern und kreativen Fachleuten und hat einen ganz persönlichen Wunsch für die Zukunft des Neckars: »Ich will an der Fabrik vorbeischwimmen.«

Die ganze Podiumsdiskussion gibt es im Video rechts zum Nachschauen.

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