H44 + H50: Wohnungsbauaufstockung im bewohnten Bestand
Zwei Nachkriegsblöcke im Stuttgarter Westen bekommen gemeinschaftliche Dachgeschosse
Zu beiden Seiten der Russischen Kirche im Stuttgarter Westen stehen zwei Wohnblöcke aus den 1950er Jahren. Der eine hat 27 Wohnungen, der andere 16. Die Mieten sind günstig, viele Nachbar:innen kennen sich seit Jahren. Unter den Dächern aber lag bislang ungenutzter Raum. Studio Cross Scale saniert beide Häuser und baut sie weiter, während die Bewohner:innen darin wohnen bleiben.
Was aus der Bauzeit stammt und den Charakter der Häuser prägt, bleibt erhalten. In den Dachgeschossen entstehen neue Wohnungen, in denen Menschen gemeinschaftlich leben. So wächst günstiger Wohnraum dort, wo schon gebaut ist.
Wer seit Jahren in einem Haus lebt, kennt es am besten. Deshalb lädt das Büro die Bewohner:innen von Beginn an zu gemeinsamen Werkstatttreffen ein. Dort besprechen sie, was sich ändert und was bleibt. Am größeren Haus, H44, läuft der Umbau bereits: Auf das Dach kommt ein neues Geschoss aus Holz. Breitere Balkone und ein offener Eingangsbereich geben der Nachbarschaft mehr Raum, sich zu begegnen. Das Nachbarhaus H50 folgt in einer späteren Phase und profitiert dann von den Erfahrungen an H44.
Viele Städte haben Nachkriegsbauten mit ungenutzten Dachböden. Das Vorhaben zeigt, wie daraus Wohnraum wird, ohne dass jemand ausziehen muss: behutsam, in Holz und gemeinsam mit den Menschen, die dort leben.
Zahlen und Fakten
| Ort | Stuttgart |
| Projektstart | IBA’27-Netz seit 2023 |
| Ablauf | seit 2019: Austausch mit Ämtern der Stadt Stuttgart zu möglichem Bauantrag H44+H50 2023: Aufnahme ins IBA’27-Netz 2024/2025: Abstimmung mit Ämtern und Nachbarschaft, Start Teilprojekt H44 2026: Genehmigungsphase H44 2027: geplanter Baubeginn H44 Ende 2028: geplante Fertigstellung H44 |
| Projektträgerin | Studio Cross Scale |
Kontakt
Studio Cross Scale
Sascha Bauer
Architekt BDA
Sophienstraße 24b
70178 Stuttgart
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