PARK-SOLAR
Energie von oben und aus der Fassade
Wo sonst nur Fahrzeuge stehen oder Technikgebäude Energie verbrauchen, macht PARK-SOLAR bestehende Flächen selbst zu Energiequellen. Die Projekte in Hemmingen und Schwieberdingen verbinden Photovoltaik mit Wetterschutz, Mobilität, Schallschutz und Architektur – ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.
Zwei sehr unterschiedliche Orte zeigen dasselbe Prinzip: Am GSV-Sportgelände in Hemmingen wird ein Parkplatz zum Solarkraftwerk. An der Energiezentrale Kaiserstein in Schwieberdingen wird die Gebäudehülle zum aktiven Teil einer erneuerbaren Energieversorgung.
Doppelte Nutzung statt neuer Flächen
Die Idee ist einfach: Bereits versiegelte oder bebaute Flächen erhalten eine zweite Funktion. Über Stellplätzen entstehen Strom, Schatten und Wetterschutz; an Gebäuden werden Dächer und Fassaden für die Energiegewinnung aktiviert. So bleibt die ursprüngliche Nutzung erhalten, während vor Ort erneuerbare Energie entsteht. Das System ist skalierbar und auf viele kommunale, gewerbliche und industrielle Standorte übertragbar. Das Prinzip lässt sich auf viele bestehende Parkplätze und Gebäude übertragen.
In Hemmingen trägt ein schlankes, zugbeanspruchtes Stahltragwerk nach dem Prinzip einer Hängebrücke die Photovoltaikmodule. Wenige Stützen und kleine Fundamente sparen Platz und Material. In Kaiserstein übernimmt eine neu entwickelte Stahlfassade gleich mehrere Aufgaben: Sie trägt bifaziale Solarmodule und erfüllt zugleich hohe Anforderungen an Schall- und Brandschutz.So kommt das Tragwerk mit weniger Stahl, kleineren Fundamenten und weniger Stützen aus als viele herkömmliche Parkplatzüberdachungen. Als System entwickelt, lässt es sich an unterschiedliche Standorte anpassen.
Zwei Orte, ein System
Die 219,3-Kilowattpeak-Anlage am Parkplatz der Seedammhalle versorgt Sporthallen, Rathaus, Schule sowie das Kinder- und Familienzentrum über den kommunalen Bilanzstromkreis »Stromsee«. Eine integrierte, öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur nutzt den Solarstrom direkt für Elektromobilität. Besondere Druckdiagonalen an den Randträgern halten trotz der engen Platzverhältnisse die Stellflächen frei.
An der Energiezentrale Kaiserstein ergänzt eine 63-Kilowattpeak-Anlage auf 229 Quadratmetern ein bestehendes Biogas-BHKW, Wärmepumpen und eine Holzhackschnitzelheizung. Die 360°-Solarfassade nutzt bifaziale Module und verbindet Energieertrag mit einer prägnanten architektonischen Erscheinung.
Das IBA’27-Vorhaben zeigt, wie bestehende Infrastruktur ohne zusätzlichen Flächenverbrauch zur Energiequelle wird. PARK-SOLAR verbindet Energiegewinnung, Ressourcenschonung und Komfort – und macht Technik sichtbar zum Teil der Energie- und Bauwende.
Kontakt
PARK-SOLAR GmbH
Mozartstr. 16
70180 Stuttgart
mail@park-solar.com
