Kirche im Wandel: Feuerbach baut Zukunft
Wie kann Kirche heute bauen? Diese Frage prägt die beiden Bauprojekte der Evangelischen Kirchengemeinde Feuerbach. Sie sind Teil der IBA’27 und zeigen, wie Glauben, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit zusammengehen können. Den Auftakt des Jahres markierte der Neujahrsempfang, der mit einem Gottesdienst unter Leitung von Pfarrer Jens Keil begann und musikalisch von der Jugendkantorei begleitet wurde.
Nach den Grußworten von Prälatin Gabriele Arnold und Gerald Wiegand vom Oberkirchenrat rückten die beiden Bauvorhaben in den Fokus: das neue Gemeindehaus im historischen Ortskern von Feuerbach und die Erneuerung des Waldheims im Lindentäle. Die Architekt:innen Monika Joos-Keller, Florian Bengert und Sören Schmeusser stellten ihre Entwürfe vor.
Neben der denkmalgeschützten Kirche entsteht ein transparentes Haus in Holzskelettbauweise, das Bestand und Neubau zu offenen Räumen für Begegnung verbindet; im Lindentäle ersetzt ein robuster, zum Wald geöffneter Holzneubau die alte Anlage. Begleitet werden beide Vorhaben von der IBA’27. IBA’27-Projektleiterin Grazyna Adamczyk-Arns betonte: »Wir als IBA sind stolz, die beiden Projekte begleiten und so intensiv unterstützen zu können. Obwohl unterschiedlich, teilen sie wichtige Ziele: klug bauen, sorgsam mit Ressourcen umgehen und Orte schaffen, die Begegnung ermöglichen. Dass wir solche Orte brauchen, steht außer Frage.«
2026 ist ein entscheidendes Jahr für die beiden Bauprojekte. Sie sollen nun in die Umsetzung gehen, wofür Engagement gefragt ist. Insgesamt 500.000 Euro sollen durch Spenden eingeworben werden. Im Kirchenraum wird der Fortschritt sichtbar. Holzfiguren aus dem Kreativatelier des BHZ Feuerbach stehen symbolisch für die eingegangenen Beiträge. Je nach Größe repräsentieren sie unterschiedliche Summen. Mehr als 20 Figuren haben bereits ihren Platz gefunden und markieren den aktuellen Stand von 12.500 Euro. Das Bild ist eindeutig. Die Gemeinschaft baut sichtbar mit.













Thea Leisinger / IBA’27-Team
