Verein »Dritter Raum Stuttgart«: Frische Chance für Neue Mitte Leonhardsvorstadt
Mit dem Verein »Dritter Raum Stuttgart« hat sich Anfang 2026 eine neue zivilgesellschaftliche Initiative gegründet, die sich für offene Orte der Begegnung und des Dialogs einsetzt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass gesellschaftliche Spannungen, Polarisierung und Vereinzelung zunehmen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Orten, an denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Vertrauen aufbauen und gemeinsame Perspektiven entwickeln können. Daher ist das Ziel des Vereins, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt zu stärken und neue Räume für Austausch und Teilhabe zu schaffen. Initiiert wurde »Dritter Raum Stuttgart« von engagierten Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Kirche sowie Fachleuten aus Planung, Architektur und Projektentwicklung.
Erstes mögliches Projekt: Neue Mitte Leonhardsvorstadt
Wie dieses Engagement konkret aussehen kann, zeigt ein IBA’27-Projekt: die Weiterentwicklung der Neuen Mitte Leonhardsvorstadt auf dem Gelände des ehemaligen Züblin-Parkhauses in Stuttgart. Die Nachnutzung des Parkhauses in der Stuttgarter Leonhardsvorstadt gilt seit Jahren als Schlüsselprojekt für die Entwicklung des Quartiers. In den vergangenen Jahren haben lokale Akteur:innen mit Unterstützung der IBA’27 in einem breiten Beteiligungsprozess ein Konzept entwickelt, das urbane Nutzungsmischung und nachhaltiges Bauen verbindet: Rund 100 Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen, ergänzt durch kulturelle, soziale und gewerbliche Angebote, sollen hier entstehen.
In einer ersten Phase prüft der Verein derzeit, ob sich ausreichend Unterstützung und geeignete Partner für die Umsetzung gewinnen lassen. Perspektivisch könnte eine neue, gemeinwohlorientierte Trägerschaft entstehen, die das Projekt langfristig trägt. Ziel ist es, die Idee »Dritter Räume« in der Stadt sichtbar zu machen und ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen.
Ursula Hoffmann / IBA’27-Team
