06.11.20
»Freiraum für Freiberg«

Machbarkeitsstudie veröffentlicht

In Freiberg am Neckar soll zukünftig eine neuartige Landschaftsbrücke in hybrider Leichtbauweise die Autobahn A81 überspannen. Auf ca. 400 m Länge entsteht auf der Überdeckelung neuer Lebensraum zum Wohnen und Arbeiten sowie große öffentliche Grünflächen. Die angestrebte Innenentwicklung erschließt die bisherige Verkehrsschneise als neues Stadtquartier und schafft erstmals einen Brückenschlag zwischen bisher getrennten Teilgemeinden. Ein von Lärm- und Luftverschmutzung geprägter Einschnitt wird in hochwertige Grün- und Wohnbereiche konvertiert.

Als Teil des IBA’27-Netzes könnte das Vorhaben »Freiraum für Freiberg« zukunftsweisende Antworten auf Fragen zu Mobilität, Lärm- und Schadstoffreduzierung, zum Mangel an neuem Bauland und zu innovativer Leicht- und Ingenieurbaukunst liefern. IBA’27-Intendant, Andreas Hofer, dazu: »Die Überdeckelung ist ein spannendes, wenn auch sehr ambitioniertes und herausforderndes Ziel, das auch gut die Aufbruchsstimmung in der ganzen Region widerspiegelt.«

Das Stuttgarter Ingenieurbüro »str.ucture« hat zu dem Projekt eine erste Ideenskizze entwickelt, auf deren Grundlage die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hat. Am 20.10.2020 wurden dem Gemeinderat die Ergebnisse der Studie präsentiert. Sie berücksichtigt außer der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit der Idee ebenso die Weiterentwicklung des Städtebaukonzepts und der Freianlagen in Freiberg. Die Ergebnisse zeigen das Potenzial und die Realisierbarkeit einer Überdeckelung auf und belegen, dass das Vorhaben eines bebauten »hybriden Deckels« vielfältige Chancen für die Weiterentwicklung Freibergs eröffnen würde.

Die Präsentation der Studienergebnisse war zugleich Auftakt einer breit angelegten Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Website www.FreiraumFreiberg.de inform­iert rund um das Projekt und ermöglicht mit der Rubrik »Bürgerraum« direkte Partizipation am Planungsprozess.

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