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Ein Haus für Max

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Zirkuläres Wohnen mit Hanf und Holz

Am Waldrand 24 auf dem Stuttgarter Lederberg entsteht ein Wohnhaus mit rund 150 Quadratmeter Wohnfläche. Es besteht aus nachwachsenden Materialien, die sich sortenrein trennen lassen. Der Entwurf stammt von larob. studio für Architektur.

Im Zentrum des experimentellen Neubaus steht Hanf. Er dient in verschiedenen Bauebenen als Dämmstoff, Schüttung, Bauplatte und Mauerstein. So ist Hanf in fast alle Konstruktionsebenen des Gebäudes integriert. Eine sichtbare Holztragstruktur trägt die Hauptlast. Lehmbaustoffe regulieren die Feuchtigkeit und sorgen für ein angenehmes Raumklima.

Planende, Hersteller von Hanfbaustoffen, Handwerksbetriebe und Fachleute arbeiten eng zusammen. Sie entwickeln Bauteile weiter und testen ihre Eigenschaften direkt vor Ort. Außerdem erproben sie neue Konstruktionsaufbauten. Teilweise setzen sie Bauweisen ein, die bisher kaum untersucht sind oder bauaufsichtlich noch nicht etabliert wurden. Damit wollen sie neue Wege für den Einsatz biobasierter Baustoffe aufzeigen. Zugleich untersuchen sie in einem realen Bauvorhaben deren Potenziale für Tragverhalten, Bauphysik, Dauerhaftigkeit und Kreislauffähigkeit. Im Mittelpunkt stehen ein geringerer Materialverbrauch, weniger Zement und eine einfache, reparaturfreundliche Bauweise. So entsteht ein Projekt an der Schnittstelle von Forschung, Praxis und Alltag.

Als Vorhaben im IBA-Netz zeigt der Neubau, wie sich Hanf im urbanen Kontext als schnell nachwachsender und CO₂-speichernder Baustoff nicht nur ergänzend, sondern als wesentlicher Bestandteil fast aller Konstruktionsebenen einsetzen lässt. Damit trägt das Projekt zur Erforschung biobasierter Materialsysteme und ihres Potenzials für künftige Bauweisen bei.

Kontakt

Atzinger Consulting GmbH
Maximilian Atzinger
Am Junkernkamp 1c
51375 Leverkusen
max@atzingerconsulting.de

larob. studio für architektur
Sven Gritzbach
Alosenweg 67
70329 Stuttgart
sven.gritzbach@larob.de