09.06.26

Ein Atrium als Herzstück: Haus Dine im Quartier am Rotweg

Haus Dine ist eines von zehn Gebäuden, die im IBA’27-Projekt »Genossenschaftliches Quartier am Rotweg« in Stuttgart-Rot entstehen. Das Stuttgarter Büro EMT Architekten hat es so geplant, dass Gemeinschaft im Mittelpunkt steht.

Wie alle Gebäude im Quartier entsteht auch Haus Dine in Holz-Hybridbauweise. Es fügt sich mit einer klar erkennbaren eigenen Idee in das Gesamtkonzept für das Quartier von ISSS research | architecture | urbanism ein.

Ein Innenhof, der das Haus zusammenhält

Im Zentrum von Haus Dine liegt ein überdachtes Atrium. Durch große Öffnungen im Dach fällt Tageslicht ins Innere; frische Luft zirkuliert auf natürlichem Weg. Breite Laubengänge und Plattformen auf verschiedenen Ebenen laden zum Verweilen und Begegnen ein – nicht nur als Durchgangsfläche, sondern als Ort, an dem Nachbarschaft im Alltag entsteht.

Das Gebäude hat einen L-förmigen Grundriss. An seiner Innenecke öffnet sich das Atrium nach außen: zum gemeinsamen Spielhof, zur Dachterrasse und in alle Richtungen. Innen- und Außenraum gehen ineinander über.

EMT Architekten beschreiben das Prinzip so: »Haus Dine organisiert sich um ein zentrales Atrium, das als vertikaler Gemeinschaftsraum Alltag, Freiraum und Begegnung miteinander verbindet. Architektur wird hier zum sozialen Gerüst, das Gemeinschaft nicht nur ermöglicht, sondern räumlich erlebbar macht.«

Rendering eines Hauses. Graue Fassade mit vielen Balkonen, grüne Bäume.
Visualisierung Haus Dine im Quartier am Rotweg. Bild: EMT Architekten

Wohnen, Arbeiten und Pflege unter einem Dach

Im Erdgeschoss befinden sich eine Pflege-WG sowie Ateliers, Arbeits- und Verkaufsräume. Wohnen und Arbeiten, Kultur und Alltag liegen hier nah beieinander: im selben Haus, auf kurzem Weg.

Die Grundrisse der Wohnungen sind bewusst vielfältig: Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, zwei Clusterwohnungen und die Pflege-WG bilden zusammen ein breites Angebot. Die meisten Wohnungen sind nach mehreren Seiten ausgerichtet, haben umlaufende Balkone und profitieren von guter Belichtung und Belüftung. Gebaut wird einfach und solide – mit robusten Materialien, die langlebig und bezahlbar bleiben sollen.

»Die Vielfalt kompakter und differenzierter Wohnformen – von klassischen Wohnungen bis hin zu Clusterstrukturen – schafft ein lebendiges und familienfreundliches Umfeld«, so EMT Architekten.

Eine Baustelle mit Gerüst und Kränen.
Haus Dine im Quartier am Rotweg. Baustelle. Bild: EMT Architekten

Teil eines größeren Ganzen

Haus Dine ist kein Einzelprojekt. Es ist Teil des IBA’27-Projekts »Quartier am Rotweg«. Den ersten Preis im städtebaulichen Wettbewerb erhielten ISSS research | architecture | urbanism (Berlin) und topo*grafik (Marseille). Die Architektur stammt von ISSS, EMT Architekten und StudioVlayStreeruwitz.

Haus Dine im Quartier am Rotweg. Markiert sind alle von EMT geplanten Häuser im Quartier. Bild: EMT Architekten

Gemeinsam entsteht ein Quartier, das gemeinschaftlich, ökologisch und zukunftsorientiert gedacht ist. Der Baufortschritt kann live verfolgt werden. Eine Kamera der Baugenossenschaft Neues Heim zeigt den aktuellen Stand direkt von der Baustelle.

Weitere Baustellen-Updates zum Quartier am Rotweg lesen:

Thea Leisinger / IBA’27-Team

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