30.04.26
Medieninformation

Zeitkapsel für das Stuttgart Moving Image Center übergeben

Mit der Übergabe einer Zeitkapsel wurde ein Meilenstein für das Stuttgart Moving Image Center (SMIC) erreicht. Der Neubau am Leonhardsplatz soll bis 2029 fertig sein und als bundesweit einzigartiges Zentrum für Film, Medien und digitale Kultur dienen.

Die feierliche Übergabe einer Zeitkapsel markiert einen weiteren wichtigen Schritt beim Bau des SMIC – Stuttgart Moving Image Center / Haus für bewegte Bilder Stuttgart. Auf der Baustelle am Leonhardsplatz in Stuttgart-Mitte, zwischen Hauptstätter und Esslinger Straße, würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtverwaltung, Architektur, Kultur und IBA’27 das Projekt als eines der zentralen kulturpolitischen Vorhaben der kommenden Jahre. Das SMIC wird auf rund 10.660 Quadratmetern ein bundesweit einzigartiges Zentrum für Film- und Medienkultur. Der Neubau wird seit 2026 gebaut und soll 2029 fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 115 Millionen Euro.

Dr. Fabian Mayer, Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, sagt: »Mit dem Stuttgart Moving Image Center entsteht ein prägender Impuls für die Aufwertung der Leonhardsvorstadt und ein neuer Brückenschlag zwischen Leonhardsplatz und Marktplatz. Als sichtbares Zeichen der Transformation repräsentiert und stärkt das Projekt das Kreativwirtschaftscluster der Landeshauptstadt und setzt mit seinem spektakulären Hängehaus als Raumskulptur – einer markanten Rohbau- und Stahlkonstruktion im Rahmen der IBA’27 – ein architektonisches Ausrufezeichen. Bewegte Bilder prägen, wie wir die Welt sehen, verstehen und miteinander kommunizieren. Das SMIC wird ein offenes Haus für alle sein. Ein Ort zum Erleben, Lernen und Mitmachen. Die Zeitkapsel steht heute symbolisch für unseren Blick in die Zukunft: Wir schaffen hier einen Leuchtturm, der weit über Stuttgart hinausstrahlen wird und kommenden Generationen neue Perspektiven eröffnet.«

Ein bedeutender Impuls für die Stuttgarter Innenstadt

Die Zeitkapsel hält zentrale Informationen zum Projekt für kommende Generationen fest. Sie wird dauerhaft im Gebäude verankert werden. Neben aktuellen Bauunterlagen enthält sie unter anderem eine Silbermünze der Landeshauptstadt Stuttgart, ein aktuelles Amtsblatt sowie die Pläne des Gebäudes.

Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Delugan Meissl Associated Architects aus Wien mit Wenzel+Wenzel Freie Architekten PartmbB aus Karlsruhe ist aus dem Architekturwettbewerb 2022 hervorgegangen. Seitdem wurde er konsequent weiterentwickelt. 

Dr. Gabriele König, Geschäftsführerin der IBA’27 GmbH, sagt: »Städtebaulich setzt das Projekt einen bedeutenden Impuls für die Stuttgarter Innenstadt. Mit dem SMIC wird die bestehende Kulturmeile von Staatsgalerie, Staatstheater, Landesbibliothek und Stadtpalais bis zum Wilhelmsplatz verlängert. Gleichzeitig entstehen neue Verbindungen zwischen der Leonhardsvorstadt und der Innenstadt. Der Neubau trägt zur Aufwertung des öffentlichen Raums bei und schafft zusätzliche Aufenthaltsqualität.«

Auch architektonisch verfolgt das SMIC ein innovatives Konzept

Dietmar Feistel, Partner Delugan Meissl Associated Architects, sagt: »Offen, kommunikativ und nachhaltig präsentiert sich das neue Stuttgart Moving Image Center. Das vielfältige Raumprogramm organisiert sich entlang eines Wegs, der die Besuchenden vom Leonhardsplatz über eine große Freitreppe in die ›Bel Étage‹ und von dort über vielfältig nutzbare sowie vertikal miteinander verschränkte Raumbeziehungen zu den zwei Kinosälen samt Dachterrasse im Kopf des Hauses führt. Im Gegensatz zur transparenten, leichten Außenhaut der Untergeschosse artikuliert sich dieser Kopf als geschlossener Kubus – der sogenannten ›Vision Box‹. Hier strahlen digitale LED-Billboards die Bespielung des Hauses weithin sichtbar aus und machen das SMIC zu einem kulturellen Leuchtturm für Stuttgart.«

Auch architektonisch und räumlich verfolgt das SMIC ein innovatives Konzept: Durch eine offene Raumstruktur, Blickbezüge und fließende Übergänge werden alle Ebenen miteinander verbunden. Darüber hinaus setzt das Gebäude Maßstäbe in ökologischer und energetischer Hinsicht. Geplant sind unter anderem eine extensive Begrünung großer Teile der Fassade und der Dachflächen sowie die Integration von Photovoltaik in Dach und Fassade. Damit leistet das SMIC einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima und zu nachhaltigem Bauen.

Ein lebendiger Ort des Austauschs und der Innovation

Jens Gutfleisch, Vorstandsvorsitzender Haus für Film und Medien Stuttgart e. V., sagt: »Das SMIC ist aus einem über viele Jahre getragenen kollektiven Gründungsprozess hervorgegangen, in den etablierte Institutionen ebenso wie kleine, freie Einrichtungen aus den Bereichen Medien, Bildung, Kreativwirtschaft, Kunst und Kultur ihre Expertise eingebracht haben. Viele der derzeit 26 Mitglieder des Vereins Haus für Film und Medien Stuttgart arbeiten bereits seit 2011 an diesem Projekt und werden es auch künftig gemeinsam mit der Stadt Stuttgart aktiv weiterentwickeln und mit Leben füllen. Als kooperative Plattform konzipiert, versteht sich das Haus als lebendiger Ort des Austauschs und der Innovation und wird – ähnlich dem Bewegtbild – ständig im Wandel sein, ausgerichtet auf die gesellschaftlichen, technologischen und kulturellen Herausforderungen der Zukunft.«

Das Stuttgart Moving Image Center ist Teil des Netzwerks der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27).

Quelle: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Stuttgart

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