28.01.26

Ein Haus, viele Aufgaben: Pia als zentraler Ort im Quartier am Rotweg

Pia ist ein Haus, das den Alltag im Quartier am Rotweg künftig organisieren wird. Geplant vom Berliner Büro ISSS research | architecture | urbanism, bündelt es Mobilität, Infrastruktur, Gastronomie, Gewerbe und Serviceangebote. So entsteht ein Ort, der für viele Menschen unterschiedliche Funktionen übernimmt.

Im Erd- und Untergeschoss befindet sich der Mobility Hub. Autos, Fahrräder und Reparaturangebote sind hier an einem Ort im Quartier zusammengeführt. Das schafft Übersicht und erleichtert den Umstieg auf nachhaltige Mobilität. Außerdem übernimmt das Haus technische Aufgaben für das gesamte Quartier. Die Energiezentrale und die Regenwasserzisterne versorgen nicht nur Pia selbst. Sie sind Teil einer gemeinsamen Infrastruktur, die Ressourcen spart und Abläufe bündelt. Das Haus wird außerdem der neue Sitz der Geschäftsstelle der Baugenossenschaft Neues Heim (BGNH). Sie ist die Bauherrin von rund der Hälfte der Häuser im Quartier am Rotweg. Damit wird das Haus auch organisatorisch zum Zentrum des Quartiers.

Das Erdgeschoss öffnet sich bewusst nach außen zum IBA-Platz hin. Ein IBA’27-Ausstellungsraum lädt zum Informieren und Verweilen ein. Hier finden Bewohner:innen und Besucher:innen künftig Informationen rund um das Quartier und die IBA’27. Zwei kleine Gewerbeeinheiten sorgen zusätzlich für Nutzung und Frequenz. Eine weitere Gewerbefläche wird von der Diakonie gemietet. So finden auch soziale Angebote ihren festen Platz im Haus. Im oberen Geschoss befindet sich die Gastronomie mit Dachterrasse. Ein Gastgarten sowie ein Gemeinschaftsgarten bieten Raum für Begegnungen, die über den Alltag hinausgehen. Das Dach ist als Treffpunkt für das Quartier geplant.

Die Bedeutung des Hauses liegt in der Vielfalt seiner Aufgaben. Es verbindet praktische Funktionen mit Orten für Austausch und Miteinander.

Visualisierung Haus Pia im Quartier am Rotweg
Haus Pia. Bild: ISSS research | architecture | urbanism
Visualisierung Haus Pia im Quartier am Rotweg
Visualisierung Dachterrasse Haus Pia. Bild: ISSS research | architecture | urbanism

Ingrid Sabatier und Stephan Schwarz, ISSS research | architecture | urbanism: »Haus Pia übernimmt eine wichtige Rolle im Quartier uns ist damit von besonderer Bedeutung für die Nachbarschaft. Hier laufen viele Stränge zusammen und Pia ist auf vielen Ebenen der Netzwerkknoten des Quartiers. In Verbindung mit dem Foyer der neuen Büros der BGNH entsteht im Erdgeschoss mit dem Ausstellungsraum auch ein flexibel nutzbarer Raum als Ort, an dem die Themen der IBA’27 im und über das Ausstellungsjahr hinaus präsentiert und diskutiert werden können. Dass das ursprüngliche Konzept des Hauses – ein später umnutzbares Parkhaus – bereits während der Planungsphase umgesetzt wurde, unterstreicht als Anekdote am Rande die Robustheit des architektonischen Konzepts, sowie die zentrale Rolle des Hauses für das gesamte Quartier.«

Teil eines größeren Ganzen

Haus Pia ist kein Einzelprojekt. Es ist Teil des IBA’27-Projekts »Quartier am Rotweg«. Den ersten Preis im städtebaulichen Wettbewerb erhielten ISSS research | architecture | urbanism (Berlin) und topo*grafik (Marseille). Die Architektur stammt von ISSS, EMT Architekten und StudioVlayStreeruwitz.

Gemeinsam entsteht ein Quartier, das gemeinschaftlich, ökologisch und zukunftsorientiert gedacht ist. Der Baufortschritt kann live verfolgt werden. Eine Kamera der Baugenossenschaft Neues Heim zeigt den aktuellen Stand direkt von der Baustelle.

Modell Quartier am Rotweg
Modell: Haus Pia im Kontext des neuen Quartiers am Rotweg. Bild: ISSS research | architecture | urbanism

Thea Leisinger / IBA’27-Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Logo IBA27