19.05.21
Online-Veranstaltung

Research goes Public: Wie gelingt das Wohnen in der produktiven Stadt?

Wie sieht die Stadt der Zukunft als Lebensumfeld aus, wenn Wohnen und Arbeiten – in Form von städtischer Produktion – viel enger zusammenkommen?  

Das Konzept der produktiven Stadt bestimmt in den letzten Jahren zunehmend die Diskussion in der Stadtentwicklung. Schon lange fordert nachhaltige Stadtplanung eine stärkere Durchmischung von Arbeiten und Wohnen. Jetzt ermöglichen veränderte Produktionsbedingungen, u.a. durch technologische Innovationen und zunehmende Digitalisierung, Produktionsstätten in der Stadt anzusiedeln. Beispielsweise Manufakturen, emissionsarme Stadtfabriken und hybride Produktionsformen der Industrie 4.0.  

Aber dieser Vision stehen viele Hemmnisse entgegen – etwa das Planungsrecht, der Denkmalschutz und Investorenlogik. Und ist die Idee von der produktiven Stadt überhaupt ein tragfähiges Leitbild?

Im Zentrum der Research goes Public stehen in diesem Jahr Konzepte, die neue Lösungswege für das Wohnen in der produktiven Stadt aufzeigen. Hierbei werden Lösungsansätze zur Überwindung von Hemmnissen geliefert und durch die Einbindung relevanter Akteure – Forschende, Kommunen, Öffentlichkeit, Investoren – aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Zum Beispiel bei Konversion von reinen Wohnfunktionen zu gemischten Nutzungen. Dabei wird auch der Umgang mit Bestandsbauten und die Rolle der Denkmalpflege als Verhinderer bzw. Bewahrer, aber auch Ermöglicher diskutiert.  

Die Betrachtung geht über die bauliche bzw. baurechtliche Aspekte hinaus und beleuchtet auch soziologische und psychologische Aspekte – etwa hinsichtlich der sich verändernden Anforderungen, wie sie mit Blick auf heutige Jugendliche deutlich werden. Und nicht zuletzt wird der Einfluss des städtischen Lebensraums, besonders Lärm und Dichte, auch aus psychologischer Sicht betrachtet.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Veranstaltungsreihe »Research goes Public – Bauforschung im Praxisaustausch«

Mit »Research goes Public – Bauforschung im Praxisaustausch« wurde ein neues Format geschaffen, das sich dem Transfer von Bauforschungsergebnissen in die Praxis widmet. Vom Fraunhofer IRB konzipiert und durchgeführt, bringt es Akteure aus der Bauforschung und Baupraxis, aber auch aus der Stadtplanung und von privaten Initiativen in einem dialogorientierten Format zusammen. Den Fokus bildet die Frage nach den Transferhemmnissen bei Innovationen und Erkenntnissen aus der Bauforschung in die Praxis.

Das Fraunhofer IRB nutzt seine langjährigen Erfahrungen im Wissenstransfer zur Gestaltung des neuen dialogorientierten Formats »Research goes public«.

Entsprechend der Zielsetzung, praxisorientierten Wissenstransfer zu ermöglichen, werden handlungsorientierte Formate eingesetzt: Impulsvorträge, Open-Space und Podiumsdiskussionen.

»Research goes public« wurde in das Netz der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) aufgenommen. Die starken Netzwerke des Fraunhofer IRB und der IBA’27 bringen eine Vielzahl von Akteuren zusammen. So wird zum einen die Sichtbarkeit von aktuellen Ergebnissen aus der Bauforschung erhöht, zum anderen werden im gemeinsamen Austausch aber auch konkrete Herausforderungen deutlich, welche die Umsetzung neuer Erkenntnisse in der Praxis häufig erschweren.

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Termin

Online-Veranstaltung
19. Mai 2021, 16 – 17.30 Uhr
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