29.01.26

Adapter gewinnt Förderpreis max40 des BDA

Der Stuttgarter Verein Adapter e.V. erhält einen der sieben Förderpreise max40 des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA). Ausgezeichnet wurde das Pionierwohnen von Adapter im IBA’27-Projekt Neckarspinnerei-Quartier in Wendlingen am Neckar.

Der Preis würdigt junge Architekt:innen, die mit realisierten Projekten neue Wege im Umgang mit dem gebauten Bestand aufzeigen. Verliehen wird er am 27. Februar 2026 im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main. Die Preisverleihung eröffnete zugleich die Ausstellung mit allen ausgezeichneten Arbeiten.

Neben Adapter gingen zwei weitere Anerkennungen an Büros aus Baden-Württemberg: STUDIO SOZIA sowie Schneider Hoffmann Architekten, beide aus Karlsruhe.

Adapter zeigte im Neckarspinnerei-Quartier, wie sich eine leerstehende Industriehalle kurzfristig und ohne bauliche Eingriffe nutzen lässt. In einer ehemaligen Spinnereihalle entstand temporärer Wohnraum für neun Personen.

Dafür entwickelte der Verein ein modulares Innenausbausystem. Die Elemente ließen sich frei in der Halle platzieren und bildeten Zimmer, Küchen und Gemeinschaftsbereiche. Die Nutzer:innen planten die Grundrisse gemeinsam und bauten die Module selbst auf. Nach Ende der Nutzung wurde alles rückstandslos zurückgebaut. Das System steht für weitere Einsätze bereit.

Das Konzept von Adapter macht Leerstand temporär nutzbar, aktiviert Orte und testet neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens. Gleichzeitig zeigt es, wie flexibel und ressourcenschonend sich bestehende Gebäude reaktivieren lassen.

Der Architekturpreis max40 wird von zehn BDA-Landesverbänden gemeinsam ausgelobt. Er richtet sich an Architekt:innen unter 41 Jahren. Ziel ist es, die Qualität junger Büros sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Baukultur zu stärken.

109 Projekte wurden eingereicht. Die Jury vergab sieben Preise und elf Anerkennungen. Auffällig ist die thematische Klammer der ausgezeichneten Arbeiten: Alle Preisträgerprojekte setzen auf die Weiterentwicklung und Aktivierung des Bestands.

Ausstellung

Die prämierten Arbeiten sind vom 28. Februar bis 22. März 2026 im Deutschen Architekturmuseum zu sehen. Anschließend wandert die Ausstellung durch die beteiligten Bundesländer. Erste Station ist München. Im Frühjahr / Sommer wird die Ausstellung auch im BDA Wechselraum Stuttgart gezeigt. Ein begleitender Katalog dokumentiert die Arbeiten.

Tobias Schiller / IBA’27-Team

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